Liebe Mitglieder,
zuallererst eine wichtige Erinnerung:
👉 In dieser Woche findet keine Ernteausgabe statt.
Witterungsbedingt haben wir die Erntewochen KW 6 & 7 zusammengelegt. Alle Hintergründe und Details dazu haben wir im letzten Erntebrief für euch erklärt.
wir möchten diesen Erntebrief nutzen, um mit euch drei zentrale Reflexionen aus unserem ersten SoLawi-Jahr zu teilen. Transparenz und gemeinsames Lernen sind uns wichtig – gerade jetzt, wo wir uns als Betrieb stark weiterentwickeln.
Unser erstes SoLawi-Jahr war von einem beeindruckenden Wachstum geprägt:
Wir sind im Mai mit 45 Mitgliedern gestartet und haben nun – im Februar – die 100 Mitglieder erreicht. Darüber freuen wir uns sehr! 🌱
Unser langfristiges Ziel ist es, bis 2030 auf etwa 150 Ernteanteile zu wachsen. Dieses Wachstum ist für uns kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung dafür, die SoLawi dauerhaft stabil und zukunftsfähig aufzustellen.
Um dieses Wachstum gut tragen zu können, müssen wir uns in einigen Bereichen noch deutlich verbessern – allen voran infrastrukturell.
Unser Hof war jahrzehntelang ein klassischer Milchviehbetrieb. Viele der Flächen, auf denen wir heute Gemüse anbauen, sind erst seit wenigen Jahren überhaupt im Gemüsebau. Böden brauchen Zeit, um sich umzustellen – dieser Prozess dauert mehrere Jahre.
In der kommenden Saison werden wir deshalb:
👉 Genaueres zu unseren Vorhaben in diesem Jahr berichten wir bereits beim SoLawi-Webinar am 01.03.
Dort geben wir euch einen tieferen Einblick in unsere Planungen für die kommende Saison.
Meldet euch dafür gerne an:
→ Link zum Webinar
Zur Infrastruktur:
Auch unsere Lagerkapazitäten und das Abholdepot am Hof stoßen aktuell an ihre Grenzen: lange Wege, ein nahezu ausgelastetes Kühlhaus und viele Arbeitsschritte, die unnötig Zeit kosten.
Deshalb gehen wir dieses Thema jetzt strukturiert an:
Gemeinsam mit unserem SoLawi-Berater Klaus Strüber erarbeiten wir in diesem Jahr einen konkreten Plan, wie eine ideale, zukunftsfähige Infrastruktur für unsere SoLawi am Hof aussehen kann.
Unser Ziel bleibt dabei klar: kurze Wege, effiziente Abläufe und möglichst alles an einem Ort – perspektivisch direkt im Garten.

3. Transformation braucht Ehrlichkeit – und manchmal Kompromisse
Uns ist es wichtig, ehrlich mit euch zu sein:
Wir befinden uns mitten in der Hofnachfolge und in einem tiefgreifenden Umbau unseres Betriebs. Unser Anspruch ist es, für euch leckeres bio-veganes Gemüse unter den besten Bedingungen für Team, Boden und Klima zu erzeugen.
Wir wissen aber auch:
An manchen Stellen werden wir diesem Anspruch aktuell noch nicht immer gerecht. Daran wollen – und werden – wir in den kommenden Jahren intensiv arbeiten.
Für diese Übergangsphase haben wir daher eine Entscheidung getroffen:
👉 Im Notfall werden wir Gemüse nach Bioland-Standard zukaufen, um für euch eine gleichbleibend hohe Gemüsequalität sicherzustellen – und uns selbst die nötige Stabilität zu geben, während wir infrastrukturell so viel umbauen.
Eine Frage, die sich viele von euch vielleicht stellen:
Warum wollt ihr eigentlich unbedingt wachsen?
Die ehrliche Antwort:
Eine SoLaWi ist erst ab einer gewissen Größe wirtschaftlich stabil. Das sind wir aktuell noch nicht. Momentan wird die SoLaWi von uns quersubventioniert – das kann und soll auf Dauer nicht so bleiben.
Deshalb ist Wachstum notwendig.
Um euch dafür künftig noch mehr Transparenz zu geben, planen wir ab der Saison 2027/28 die Einführung einer Beitragsrunde:
Dazu erzählen wir euch zur nächsten Saison mehr.
Zum Schluss möchten wir euch von Herzen für euer Vertrauen danken.
Wir hoffen sehr, dass ihr unsere Standpunkte nachvollziehen könnt. Wenn ihr Fragen, Gedanken oder Anmerkungen habt: Meldet euch jederzeit gerne bei uns. Der Austausch mit euch ist uns enorm wichtig.
Herzliche Grüße
Euer Team von Möllers Morgen